Marco Lazzarotto in den Gemeinderat

Marco Lazzarotto in den Gemeinderat

Wir empfehlen Marco Lazzarotto zur Wahl in den Gemeinderat von Uster.

Unser Vorstandsmitglied Marco Lazzarotto kandidiert für die Grünen in Uster. Als Veloverkehrsplaner kennt er die Herausforderungen – und hat klare Ideen, wie Uster beim Veloverkehr vorwärtskommt.

Welche Erfahrungen bringst du für den Gemeinderat mit?
Ich bin selbständiger Veloverkehrsplaner und im Vorstand von Pro Velo Kanton Zürich. Damit beschäftige mich ich täglich mit Veloverkehr – praktisch und politisch.

Was heisst das konkret?
Ich weiss, was es braucht, damit Veloverkehr wirklich funktioniert. Und wo es oft hakt. Alle sollen sicher unterwegs sein können. Kinder. Ältere Menschen.  Und auch wenig geübte Velofahrende mit einem Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Dafür braucht es eine Infrastruktur, die diesen Namen verdient – vor allem getrennt vom Autoverkehr.

Wo liegt in Uster die grösste Baustelle?
Die Konzepte sind eigentlich da. Ein Velokomfortroutennetz ist geplant. Alle Quartiere sollen mit einer sicheren Verbindung gut ans Zentrum angebunden werden.

Klingt gut – wo liegt das Problem?
Die Umsetzung dauert. Die politischen Mehrheiten sind knapp. Und die Finanzen  auch.

Wo würdest du weiter konkret ansetzen?
Ein Velotunnel beim Bahnhof wäre ein wichtiger Schritt, um die nördlichen Quartiere besser an das Zentrum anzubinden. Der Velotunnel wäre ein Game-Changer. Dazu gehört für mich auch eine moderne Velostation, die von beiden Seiten gut erreichbar ist.

Gibt es weitere dringende Punkte?
Ja, vor allem die Querungen bei Zürichstrasse und Zentralstrasse müssen verbessert werden. Im Zentrum braucht es deutlich mehr sichere Querungsmöglichkeiten für Velofahrende. Heute weichen viele auf die Fussgängerstreifen aus.

Was ist deine Haltung zu Tempo 30?
Ich bin klar dafür. Tempo 30 erhöht die Sicherheit und macht das Velofahren für viele Menschen attraktiver.

Was willst du im Gemeinderat konkret voranbringen?
Einen klaren Fahrplan für das Velonetz. Und genug Budget, damit es auch umgesetzt wird.

Reicht das?
Nein. Es braucht auch mehr Ressourcen in der Verwaltung. Zudem fände ich ein «Express-Team» spannend – wie in Zürich. Sie beheben schnell und pragmatisch die vielen zum Teil auch kleineren Schwachstellen im Netz. Auch mal provisorisch. Das bringt sofort Verbesserungen.

Das Thema Velo polarisiert. Wie gehst du damit um?
Indem man über die Vorteile des Velos spricht.

Welche zum Beispiel?
Sicherheit. Effizienz. Klimaschutz. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, mit Daten zu arbeiten. Mit Erfahrungen aus Pilotprojekten – nicht mit Ideologie, sondern mit Fakten.

Welche Rolle spielt das Velo in deinem eigenen Leben?
Eine sehr grosse. Ich bin täglich in Uster mit dem Velo unterwegs und habe kein Auto mehr. Auch in den Ferien bin ich am liebsten auf dem Velo unterwegs. Und auch beruflich dreht sich eigentlich alles ums Velo.

About The Author

Andrea Freiermuth

Leiterin Kommunikation & Events bei Pro Velo Kanton Zürich

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