Ist der Masterplan Velo bereits gescheitert?

wc_rolle_585x325– Keine Veloparkplätze in der Kasernenstrasse, dafür 39 Parkplätze für Autos.
– Kaum Ersatzveloparkplätze während der Bauphase am HB. Eine entsprechende Anfrage löst im Tiefbauamt Hektik aus. Man hat sich also nichts überlegt, obwohl Pro Velo schon vor Monaten darauf hingewiesen hat.
– die Komfortroute am Seebecken wird aus unerfindlichen Gründen (noch) nicht gebaut.
– die Langstrasse bleibt für Velofahrende auf (un-)absehbare Zeit verboten.
– kaum ein Bauprojekt, bei dem Pro Velo nicht Verbesserungen fordern müsste – und häufig genug keine erreicht.
– bei der Hardstrasse wird Murks geplant – Restflächenverwertung wie gehabt.
– Velorouten, für die das Trottoir halbiert wird.
– Standards für Masterplan-Velorouten, die gerade mal der Norm entsprechen und häufig genug garantiert nicht so funktionieren, wie sie geplant sind.

Diese Liste liesse sich fast beliebig verlängern. Was ist los in Zürich? Will die Stadt den Veloverkehr tatsächlich fördern, wie sie nicht müde wird zu betonen? Und wie es notabene auch die StimmbügerInnen verlangen?
Oder ist das schöne Gerede eben genau nur das, nämlich inhaltsleeres Geschwurbel? Zurzeit sieht es leider so aus, als sei der Masterplan Velo das Papier nicht wert, auf den er gedruckt wurde.
Aber egal, die Stadt kann sich ja am Urban Bike Festival als grosse Veloförderin profilieren.
Mit der Realität muss das ja nichts zu tun haben.

2 Kommentare

  1. Bitter, aber wahr. Wer den aktuell minimalen Veloanteil erhöhen will, muss auch zeigen, dass es Ernst ist.

    Allerdings bin ich auch teilweise froh, wenn gar nichts passiert: Verkehrsmassnahmen haben in den letzten Jahren leider oft die Befahrbarkeit für Velofahrer noch erschwert (Stichwort: Kanten an Fahrbahnübergängen). Und bei den engen Velowegen muss ich fast froh sein, dass nicht mehr Leute das Velo nutzen, sonst kommt man ja gar nicht mehr weiter.

    Am Wochenende war ich wieder mal in den Niederlanden, da wird an einem Provinzbahnhof die Velostation nochmals erweitert und gibt ein mehrstöckiges Veloparkhaus. Warum ist das nicht in Zürich möglich?

  2. Das ist einfach wirklich sehr, sehr traurig und überaus bünzlig. Dabei hätte Zürich so viel Potenzial! Bleibt wacker und kämpft weiter. Offensichtlich seid Ihr bei der Pro Velo gefordert!

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