Das Randsteinlabor in Züri West

Die einen hassen sie, die anderen brauchen sie: Randsteine. Velofahrer und Gehbehinderte mit Rollstühlen oder Gehhilfen fluchen, wenn sie zu steil oder zu hoch sind, Sehbehinderte müssen sie mit dem Stock ertasten können, damit sie wissen, wo die Gehfläche aufhört und wo die Strasse beginnt.img 8734 web

Um all diese divergierenden Bedürfnisse beim Bau von Strassen nach Möglichkeit berücksichtigen zu können, führen die Schweizerische Fachstelle für behindertengerechtes Bauen und Pro Velo Schweiz derzeit intensive Tests durch. Das Tiefbauamt der Stadt Zürich hat zu diesem Zweck an der Förrlibuckstrasse beim Mühleweg ein “Randsteinlabor” mit acht verschiedenen Randsteinen und sechs Zahnlücken gebaut, welche nun intensiv von den unterschiedlichsten Personen getestet werden. Dazu zählen Schulklassen, erfahrene und unerfahrene, ältere und jüngere Velofahrerinnen und -fahrer wie auch Sehbehinderte mit Blindenführhunden und Stöcken, aber auch RollstuhlfahrerInnen und Gehbehinderte. Die Tests werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet, um möglichst aussagekräftige Resultate zu erhalten.

Update März 2013: Das Randsteinlabor wurde im Zug von Bauarbeiten in der Förrlibuckstrasse abgebrochen und kann nicht mehr getestet werden.

Der Bericht im Tele Züri. Zur Verfügung gestellt von velo:consult.