Gefahr durch Behelfsbauten

Gefahr durch Behelfsbauten

Abrampungen bei Baustellen stellen ein Risiko für Velofahrende dar.

Anrampungen bei Baustellen werden häufig auf der Velospur angelegt und sorgen für unnötige Unfallrisiken. Auch dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) sind die Rampen ein Dorn im Auge – dabei gäbe es gescheitere Lösungen.

Velofahrerinnen und Velofahrer begegnen ihnen vielenorts in der Stadt: provisorische Rampen bei Zufahrten zu Baustellen. Sie schützen die Trottoirkanten vor Beschädigungen und vereinfachen Baustellenfahrzeugen die Zu- oder Wegfahrt. Aus Sicht der Baustellenleute mögen sie praktisch sein, für die Velofahrenden hingegen sind sie gefährlich. Denn vielenorts werden die bis zu 80 Zentimeter breiten Rampen auf Velospuren angelegt. Weil die untere Kante meist nicht plan mit der Fahrbahn abschliesst, besteht beim nahen Vorbeifahren ein Sturzrisiko. Wer den Rampen ausweicht, landet auf der Fahrbahn für Autos und Lastwagen. 

Ein Problem unter den Rädern

Die provisorischen Zufahrten bei Baustellen sind auch dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) ein Dorn im Auge. «Diese Anrampungen werden häufig gemacht und sind für Velofahrende äusserst problematisch, wenn sie im Fahrbahnbereich liegen», schreibt Urs Walter, Fachverantwortlicher Velo beim ASTRA, dazu an Pro Velo. 

Stahlprofile würden genügen

Aus Sicht von Pro Velo Winterthur sind die Anrampungen in der aktuellen Form eine unnötige Quelle für Unfälle. Geht es um den Schutz der Trottoirkante, würde es genügen, diese mit einem angeschraubten Winkelprofil zu schützen. Zur Schonung der Pneus wiederum würde eine etwa 15 Zentimeter breite, angeschrägte Anrampung aus Stahl genügen, die ohne Behinderung des Veloverkehrs installiert werden könnte. Braucht es hingegen eine breitere Rampe im Profil der Velospur, muss diese entweder in Fahrtrichtung der Velos gut angeschrägt und durch eine helle Einfärbung sichtbar gemacht oder – noch besser – die Velofahrspur seitlich verlegt werden. Pro Velo Winterthur wird sich dafür einsetzen, dass die Stadt künftig bei provisorischen Baustellenzufahrten von den Baufirmen im Bewilligungsverfahren entsprechende Massnahmen verlangt.  

Glück gehabt oder gestürzt?

Abschrägungen, Rampen oder Trottoirüberfahrten – auf vielen Velorouten in Winterthur lauern unnötig heikle Stellen. Bist du deswegen schon einmal knapp einem Sturz entkommen oder gestürzt? Schildere uns deine Erfahrungen via Mail (info@provelowinterthur.ch), gerne mit einem Bild der heiklen Passage. Die gesammelten Fälle ermöglichen es uns, politisch noch mehr Druck aufzubauen – und heikle  Stellen so zu eliminieren.  

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