
Res Marti in den Gemeinderat

Unser Kandidat für den Gemeinderat der Stadt Zürich.
Res Marti ist Präsident von Pro Velo Kanton Zürich und kandidiert für den Gemeinderat der Stadt Zürich – für die Grünen im Kreis 9.
Res Marti engagiert sich seit rund zwölf Jahren unermüdlich und unentgeltlich als Präsident von Pro Velo Kanton Zürich für die Anliegen der Velofahrenden. Von 2018 bis 2021 vertrat der Sozialwissenschaftler unsere Interessen im Gemeinderat der Stadt Zürich. Und vom August 2012 bis Mai 2015 setzte er sich schon einmal im Kantonsrat für die Velofahrenden ein. Beruflich arbeitet er derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Bildungsdirektion des Kantons Zürich. Marti war über mehrere Jahre in der Geschäftsleitung der Grünen Partei des Kantons Zürich und Co-Präsident seiner Kreispartei. 2022 trat der inzwischen zweifache Vater wegen Familienzuwachs etwas kürzer. Nun zieht es ihn zurück an die Front. Aus diesem Anlass haben wir dem 43-Jährigen ein paar Fragen gestellt – zu seiner Motivation, seinen politischen Schwerpunkten und seinem privaten Bezug zum Velo.
Was willst du in Zürich konkret verändern?
In der Stadt Zürich läuft grundsätzlich vieles gut. Das soll auch so bleiben. Gleichzeitig gibt es im Detail durchaus noch Luft nach oben. In der Verkehrsplanung werden strategische Entscheide oft zu zögerlich umgesetzt, andere Städte sind da schneller unterwegs. Auch im Bildungsbereich sehe ich Optimierungspotenzial, insbesondere bei der Einführung der Tagesschulen, deren Umsetzung nach wie vor einige Herausforderungen mit sich bringt.
Welche deiner bisherigen beruflichen oder politischen Erfahrungen helfen dir konkret bei der Arbeit im Gemeinderat?
Ich war bereits im Kantonsrat und im Gemeinderat tätig und weiss daher, wie ein Parlament funktioniert. Diese Arbeit ist spannend, weil man Einblick in Prozesse erhält, die sonst eher im Hintergrund ablaufen. Aus meiner beruflichen Tätigkeit bringe ich zudem ein gutes Verständnis dafür mit, wie eine Verwaltung arbeitet – und auch dafür, wie und wo man Einfluss nehmen kann.
Wo siehst du die grösste Baustelle in Sachen Velo in der Stadt Zürich?
Die politischen Weichen für die Verkehrswende sind in der Stadt Zürich eigentlich gestellt. Der Auftrag an Exekutive und Verwaltung ist klar. Die grösste Herausforderung liegt deshalb weniger bei den Zielen als bei der Umsetzung. Hier muss es deutlich schneller vorwärtsgehen, dafür braucht es kontinuierlichen politischen Druck auf die Verwaltung – und wir sind gefordert, Kompromisse mit dem Kanton zu finden.
Welche konkreten Verbesserungen fürs Velo möchtest du im Gemeinderat anstossen?
Wirksame Arbeit im Gemeinderat findet oft nicht im Parlamentssaal statt, sondern in den Kommissionen. Dort werden die Dossiers im Detail behandelt – und genau dort lassen sich konkrete Verbesserungen fürs Velo erreichen. Die strategischen Entscheide sind gefällt, mit der Umsetzung stockt es aber noch.
Der Veloverkehr polarisiert stark. Wie willst du die Debatte versachlichen und trotzdem Fortschritte erzielen?
Ich glaube nicht, dass der Veloverkehr polarisiert: Es ist eher die Verkehrspolitik als Ganzes, die polarisiert. Das Velo ist dabei ein Symbol. Es scheint mir wichtig, auch politische Parteien einzubinden, die das Velo heute noch nicht als Verkehrsmittel wahrnehmen. Das ist schwierig, weil die Fronten verhärtet sind. Aber auch die Wählenden dieser Parteien nutzen das Velo im Alltag. Wichtig ist aus meiner Sicht auch die Kommunikation. Wir wollen nicht, dass alle und alles mit dem Velo transportiert werden muss. Wir möchten nur, dass alle sicher mit dem Velo fahren können, wenn sie das wollen.
Welche Bedeutung nimmt das Velo in deinem Leben ein?
Das Velo ist mein täglicher Begleiter und Hauptverkehrsmittel im Alltag und in der Freizeit. Als Vater von zwei Kindern sehe ich auch die Herauforderungen, die unsere Strassen für Kinder bieten.










