1000 Franken zu verdienen!

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Velofahrende hielten sich kaum jemals an Verkehrsregeln, hört man immer wieder.

Aber stimmt das wirklich? Sind Velofahrende undisziplinierter als andere VerkehrsteilnehmerInnen? Wir haben nachgeforscht – und keinerlei Zahlenmaterial gefunden, dass diese oft gehörte  Aussage stützt.

Bei Rot über die Kreuzung, auf dem Trottoir illegal um die FussgängerInnen kurven, bei Dunkelheit ohne Licht unterwegs: Velofahrende machen tatsächlich vieles, das gemäss Strassenverkehrsgesetz verboten ist. Und vieles, was sie tun, gefährdet nicht nur sie selber, sondern auch Unbeteiligte, insbesondere FussgängerInnen. Darüber, wie häufig solche Gesetzesverstösse von Velofahrenden begangen werden, weiss man jedoch kaum etwas.  Erst recht nicht, wie es im Verhältnis mit anderen VerkehrsteilnehmerInnen aussieht. Gibt es mehr Velofahrende, die bei Rot über die Kreuzung fahren als AutofahrerInnen, die auf dem Velostreifen parkieren?

Kommt es häufiger vor, dass Velos auf dem Trottoir unterwegs sind als dass ein Autofahrer abbiegt, ohne zu blinken? Sind mehr unbeleuchtete VelofahrerInnen in der Nacht unterwegs als Autofahrende, die sich nicht ans Tempolimit halten?
Viele Fragen, eine Antwort: Man weiss es nicht. Eine ausführliche Recherche ergab weder verlässliche Zählungen noch konkrete Hinweise und auch diverse angefragte Fachleute konnten keine Angaben zu Studien machen, die diese Frage beantworten.
Deshalb gibt es jetzt einen Preis von Pro Velo Kanton Zürich: Wer uns solide Daten liefert, die belegen, dass Velofahrende häufiger Regeln übertreten als andere VerkehrsteilnehmerInnen, kriegt 1000.– Franken. Bar auf die Hand.

Über den Autor

Dave Durner

Geschäftsführer bei Pro Velo Kanton Zürich

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