| Pro Velo Kanton Zürich will mehr: Mehr Veloverkehr und mehr Verkehrsausbildung Am 8. Juni lanciert die Pro Velo Kanton zwei kantonale Initiativen. Die Initiative für mehr Veloverkehr verlangt ein Gesetz zur Förderung des Veloverkehrs. Ziel ist eine Verdreifachung des Veloverkehrsanteils in den Agglomerationen Die Initiative für mehr Verkehrsausbildung stellt die Verkehrsinstruktion im ganzen Kanton auf eine einheitliche Grundlage. Mehr Veloverkehr Der Kanton hat zwar in seiner Verkehrsstrategie die Bedeutung des Velos richtig erkannt. Allein, es fehlen die Taten, um dieser Bedeutung gerecht zu werden. Auf kurzen Distanzen und in Kombination mit dem öffentlichen Verkehr könnte das Velo einen substanziellen Anteil am gesamten Verkehr übernehmen. Der Beweis dafür liegt im Kanton: Winterthur weist einen Veloverkehrsanteil von rund 20 Prozent auf, und das ohne, dass andere Verkehrsträger zu kurz kommen. Damit der Kanton einen verbindlichen Auftrag hat, wird ein Gesetz zur Förderung des Veloverkehrs geschaffen. Ziel ist ein Veloverkehrsanteil von 15 Prozent in den Agglomerationen des Kantons. Mehr Verkehrsausbildung Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Dieses Sprichwort trifft auch aufs Velofahren zu. Und ebenso zutreffend ist die Feststellung, dass immer mehr Kinder nicht mehr richtig Velofahren lernen. Zusätzlich gibt es deutliche Unterschiede über die Anzahl Lektionen, welche in der Schule für Verkehrsunterricht erteilt werden. Der Grund liegt darin, dass seit 2004 die Gemeinden die Verkehrsinstruktion selber bezahlen müssen. Während wenige Gemeinden ihr Angebot sogar noch ausbauen, streichen viele ihr Angebot auf ein absolutes Minimum zusammen. Die Initiative stellt die Verkehrsausbildung auf eine neue gesetzliche Grundlage, schreibt ein Minimum an Lektionen vor und erteilt der Kantonspolizei den dazugehörenden Auftrag. Damit ist bei einem Erfolg der Initiative auch die Finanzierung geklärt: Bezahlen müssen dann nicht mehr die Gemeinden, sondern der Kanton. Initiativen eingereicht Im November wurden die Initiativen mit jeweils rund 9000 Unterschriften eingereicht. Unterdessen liegt die Antwort des Regierungsrates auf die Veloverkehrsinitiative vor: Er lehnt sie nicht ganz überraschend ab. Die Pro Velo wird alles daran setzen, dass das Stimmvolk über einen Gegenvorschlag abstimmen kann. Veloverkehrsinitiative durch Regierungsrat abgelehnt Im März hat der Regierungsrat die Initiative für mehr Veloverkehr abgelehnt. Die Begründung: Es werde bereits genug für das Velo getan und es seien genügend gesetzliche Grundlagen vorhanden. Ausserdem sei das Velo nicht für jedermann gleichermassen geeignet, weshalb keine besondere Förderung nötig sei. Anfang Juli stimmte der Kantonsrat einem Gegenvorschlag zu, welcher neben diversen Gesetzesänderungen zugunsten des Velos ein Förderprogramm mit einem Kredit von 20 Millionen Franken verlangt. Regierungsrat lehnt Initiative für mehr Verkehrsausbildung ab Der Zürcher Regierungsrat lehnt die "Initiative für mehr Verkehrsausbildung" ab. Die derzeitige Ausbildung genüge und habe sich bewährt. Die Pro Velo bezweifelt dies und hält an ihrer Initiative fest. In Zeiten von zunehmendem Verkehr sowie Bewegunsmangel bei Kindern und Jugendlichen müssen Kinder lernen, sich sicher und selbständig im Verkehr bewegen zu können. Die Initiative der Pro Velo Kanton Zürich verlangt, dass alle SchülerInnen im Kanton Zürich dieselbe Ausbildung erhalten. Die Kosten müssten vom Kanton übernommen werden. Einer allfälligen Abstimmung schaut die Pro Velo mit Zuversicht entgegen. Zurück |
|
Download Medienmitteilung Lancierung vom 7.6.07 RTF Download Medienmitteilung vom 16.7.07 PDF Download Argumentarium Veloverkehr PDF Download Argumentarium Verkehrsausbildung PDF |