Die Geschichte der velofreundlichen Langstrasse Im Laufe der Zeit hat sich im Archiv der IG Velo Zürich so Einiges angesammelt zum Thema Langstrasse. Eine Zusammenfassung. 1983: Abstimmung um die Verlängerung der Kanonengasse. Pro-Argument des Stadtrates sowie der bürgerlichen Parteien: “Eine Entlastung der Langstrasse vom Individualverkehr, Vorteile für den Fussverkerkehr und die Schaffung ruhiger Wohngebiete werden möglich³. Die Vorlage wird knapp angenommen. 1984: Annahme der Volksinitiative zur Förderung des Veloverkehrs. 1989: Die Pläne für den Umbau der Langstrasse werden aufgelegt. Die IG Velo erhebt Einsprache, weil kein einziges Versprechen aus dem Jahre 1983 eingelöst wird. Im Gegenteil, die Fahrbahn wird schmaler und der Platz für Velos knapper. Fünf Jahre lang passiert nichts. 1994: Das Bauprojekt wird veröffentlicht. Um Verzögerungen durch Rekurse zu umgehen, verzichtet der Stadtrat auf eine Ausschreibung eines neuen Verkehrsregimes. Dagegen wehrt sich die IG Velo Zürich. Auszug aus einem Brief an Stadträtin Kathrin Martelli: “..der heutige Zustand muss als sehr unbefriedigend bezeichnet werden.³ Die Bauarbeiten beginnen im Herbst 1994. Die Auswirkungen sind nicht eindeutig zu werten: Tages Anzeiger vom 13.9.94 “Gewerbe positiv überrrascht, keine Konkurse in Sicht³, während das Tagblatt im Januar 96 Umsatzeinbussen zwischen 30 und 50 % meldet. 1996: Die Bauarbeiten werden abgeschlossen. Die Langstrasse ist für den Veloverkehr nicht mehr durchgehend passierbar: VelofahrerInnen welche vom Kreis 5 Richtung Helvetiaplatz wollen, werden entweder auf gefährliche und weite Umwege gezwungen oder müssen illegal durch die Langstrasse fahren. 1998: Der Gemeinderat verabschiedet den regionalen Richtplan. Die Langstrasse soll autoarm werden. Für den Durchgangsverkehr sind die Kanonengasse und die Feldstrasse vorgesehen. 1999: Serie von Workshops im Quartier. Die Teilnahme der IG Velo Zürich ist gemäss dem Leiter, einem alt-Gemeinderat, “unerwünscht³. 1999: An der Velodemo fordert die IG Velo Zürich die Umsetzung des Richtplanes. 2003: Die IG Velo Zürich lanciert eine Petition und bringt die alte Forderung nach einer velofreundlichen Langstrasse wieder auf den Tisch.