Auf Orange folgt Limettengrün – Limebike im Selbstversuch

Seit Anfang 2018 stehen die Velos von LimeBike in Zürich rum und warten auf NutzerInnen, höchste Zeit also für einen Test. Das Resultat ist erfreulich: Download und Bedienung der App ist ein Kinderspiel, die Velos sind alle fahrtüchtig und dank 3-Gang-Nabenschaltung deutlich angenehmer zu fahren als OBikes.
Einzig der Fahrkomfort lässt bitz zu wünschen übrig, aber wahrscheinlich sind die Velos schlicht nicht für >190cm Körpergrösse konzipiert.
Zweiter kleiner Dämpfer: Die GPS-Angaben über die Bikes sind relativ ungenau, weshalb man ab und zu auch mal vergeblich nach dem nächsten Velo Ausschau hält.
Dafür ein weiterer Pluspunkt: Es werden nur unpersönliche GPS-Daten und keine personenbezogenen Daten erhoben, zumindest versichern das die Betreiber.
Preis: 1,50 Fr./30 Minuten. Also 50 Rappen weniger als bei OBike.
Kurz: Ein Veloverleih, wie er sein sollte. PubliBike wird sich mit ihren ZüriVelos warm anziehen müssen, insbesondere wenn sie an fixen Verleihstationen festhalten. Für OBike dürfte hingegen das Rennen gelaufen sein. Wer will schon für die Benutzung eines Schrottgöppels bezahlen wenn ein deutlich komfortableres Limebike weniger kostet?

7 Kommentare

  1. Der einzige Untershied scheint die Nabenschaltung zu sein. Um sponti von der Badi Tüfebrunne zum unteren Letten zu dislozieren brauche ich nicht mehr als einen Gang. Wieso nun der plötzliche Lobgesang auf genau dasselbe Angebot?

    1. Es gibt schon deutlich mehr Unterschiede: Tieferes Gewicht, Schlauchpneus statt Vollgummireifen, OBikes lassen sich häufig nicht entriegeln (wenigstens bei unserem Test), tieferer Preis und LimeBike erfasst keine personenbezogenen Daten.
      Ausserdem versichern die Betreiber, die Velos tatsächlich zu warten und an die neuralgischen Orte zu verteilen. Ob sie das dann tatsächlich tun, wird die Zeit zeigen, aber OBike hat noch nicht einmal erklärt, das tun zu wollen.

  2. Hallo zusammen,
    Ich habe ein Zitronenvelo auf den Zollikerberg gestemmt. Ohne Schaltung (Obike) hätte ich den Versuch schon gar nicht gewagt.
    Das Velo ist sehr, sehr schwer. Die Sattelstütze konnte ich nicht auf meine Körpergrösse (178) einstellen. So ist es nicht verwunderlich, dass ich 56 Minuten für meine Hausstrecke benötigte. Mit meinem auch nicht leichten Tourenvelo brauche ich 35 Minuten. Wie soll man da das Radfahren ¨geniessen¨ (OText LimeBike)? Zum Preis: Mein App verlangt für 30 Minuten einen Franken. Zu den Reifen: ich habe kein Ventil an den Rädern gefunden. Vermutlich sind ebenfalls Vollgummi-, oder geschäumte Reifen aufgezogen. Ich werde jedenfalls Limebike kaum als neues Verkehrssystem benutzen. Besser als Obike aber allemal!!

    1. Hallo Adrian
      oha, also auf den Zollikerberg würde ich damit kaum je fahren. Dafür ist’s deutlich zu unbequem und zu schwer. Bezüglich Reifen: Ich habe nicht daran gedacht, nach Ventilen zu suchen, aber es hat sich ziemlich normal angefühlt, im Gegensatz zu den oBikes, wo’s fürchterlich gerumpelt hat.

    2. DU warst das!

      Ey, das steht schon eine Weile da oben. Es fällt sofort auf in der App. “Wer war denn das wohl?” hab ich mich gefragt.

      Gruss!

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